Rückblick auf eine besondere Reise nach Polen

Magdalena Antoniewicz, Lutz Dittrich und Darius Müller reisten nach Orońsko, um das Zentrum der Polnischen Skulptur (Centrum Rzeźby Polskiej) zu besuchen. Die Einrichtung des polnischen Kulturministeriums liegt auf dem ehemaligen Gut des Malers Józef Brandt und vereint auf eindrucksvolle Weise Kunst, Geschichte und Natur.

Anlass der Reise war ein deutsch-polnisches Treffen von Künstlerinnen sowie Vertreterinnen kultureller Einrichtungen, das vom 17. bis 19. September stattfand.

Die Tage vor Ort waren geprägt von herzlichen Begegnungen, inspirierenden Gesprächen und konkreten Zukunftsperspektiven. Ein zentrales Ergebnis ist die neue Kooperationsvereinbarung zwischen Schloss Trebnitz, der Gustav Seitz Stiftung und dem Zentrum in Orońsko. Gemeinsam werden künftig Projekte begleitet, die im Zusammenhang mit der Sanierung des Museums-Hauptgebäudes stehen. In dieses Vorhaben investieren die Europäische Union und der polnische Staat rund 55 Millionen PLN (ca. 13 Mio. €).

Ein erster sichtbarer Schritt dieser Zusammenarbeit wird eine gemeinsame Ausstellung im Gustav Seitz Museum sein, die ab März des kommenden Jahres geplant ist. Voraussichtlich werden dort auch Werke von Magdalena Abakanowicz, einer der bedeutendsten polnischen Bildhauerinnen, zu sehen sein.

Auch für die Polen-Studienfahrt 2026 eröffnen sich neue Perspektiven: Geplant ist ein Besuch in Orońsko, bei dem die Teilnehmenden nicht nur Kunst und Kulturerbe kennenlernen, sondern auch selbst kreativ tätig werden können. Das Zentrum verfügt über eine Tischlerei, Gießerei, Schmiede und Keramikwerkstatt. Erste praktische Eindrücke konnten bereits bei einem Keramik-Workshop gesammelt werden.

Neben Orońsko standen weitere Stationen auf dem Programm:
– in Krakau das Internationale Kulturzentrum mit seinem Fokus auf das europäische Kulturerbe
– in Warschau die Kunstakademie mit der ersten Internationalen Keramik-Triennale
– sowie das Schloss Ujazdowski, das internationale Künstlerresidenzen organisiert

Ein besonderes Highlight war der Skulpturenpark in Orońsko mit Arbeiten international renommierter Künstler wie Tony Cragg sowie der monumentalen Installation „Mega-Ei“.

Im Mittelpunkt der Reise standen jedoch vor allem die neu geknüpften Kontakte. Besonders hervorzuheben ist Paulina Kurc-Maj, die neue Direktorin des Zentrums in Orońsko, die die Delegation mit großem Engagement begleitete. Ein Wiedersehen in Trebnitz im November ist bereits geplant, um die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Wir freuen uns auf die kommenden gemeinsamen Projekte und die daraus entstehenden Impulse!

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts „Erweiterung und Modernisierung des Gebäudes des Museums für Zeitgenössische Bildhauerei einschließlich Geländegestaltung im Rahmen der sozialen Revitalisierung des Zentrums für Polnische Bildhauerei in Orońsko“ statt und wurde durch die Europäischen Fonds für Infrastruktur, Klima und Umwelt (FEnIKS) unterstützt.

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