Gustav Seitz Museum

Zentrum für Kunst- und Kulturpädagogik

Pädagogische Arbeit


Gustav Seitz. Leben-Geschichte-Werk.

Eine Biographie, die zur Kunst wird

 

Vom 1.- 5. Oktober 2018 hat im Schloss Trebnitz ein Projekt der Gustav Seitz Stiftung in Kooperation mit dem Museum der Festung Küstrin / Kostrzyn nad Odrą stattgefunden.


Gustav Seitz Museum



Insgesamt 30 Schüler aus dem Bernhardinum in Fürstenwalde und dem Liceum Ogólnokształcące im. Władysława Jagiełły in Odolanów setzten sich mit der Biographie des deutschen Bildhauers Gustav Seitz auseinander. Ziel des Projektes war es, den deutschen und polnischen Jugendlichen die Person Gustav Seitz als Symbol der künstlerischen Unabhängigkeit in den politisch schwierigen Zeiten des Kalten Krieges näher zu bringen, sie mit der Arbeit am Museum vertraut zu machen und ihnen das Handwerk zur Erarbeitung einer Biographie als Schlüssel zum Verständnis von Zeitgeschichte zu vermitteln.



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Der biographische und künstlerische Zugang ermöglichte es den Teilnehmenden, ein besseres Verständnis der angesprochenen Themen zu entwickeln und so auf einfache Weise den Zusammenhang zwischen dem einzelnen Akteur und den historischen Geschehnissen zu erfahren.



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Während eines Ausfluges in die Festung Küstrin haben die Teilnehmenden nicht nur die Geschichte der Stadt kennengelernt, sondern sich auch näher mit dem Thema „Biographie in der musealen Arbeit“ beschäftigt. So erfuhren sie, wie man mit den Erlebnissen einer Privatperson historische Kontexte erzählen und illustrieren kann.



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In drei Workshops (Film, Tanz und historisch-künstlerisches Arbeiten) reflektierten sie anschließend zum Thema Unabhängigkeit und Subjektivität des Menschen im sozial-politischen System. Die Tanzgruppe bereitete eine Vorstellung mit Gesang und theatralischen Elementen vor, in dem sie das Thema der schwierigen Position eines Künstlers in den unterschiedlichen politischen Systemen bearbeitete. Kunst und Politik, Kunst und die Geschichte, Freiheit der Kunst waren die Themen, die stark auf der Bühne zum Ausdruck kamen. Eine weitere Gruppe setzte sich mit zwei Skulpturen auseinander – mit dem „Hüter“, der 1960 vor einer Polizeiwache platziert gesellschaftlich abgelehnt wurde, und mit der „Großen Knieenden“, die ein Ausgangspunkt für die Überlegungen zum Thema „gesellschaftliche Verantwortung“ wurde. Auch das Thema Überwachung der Künstler in einer Diktatur und Einfluss der Politik auf das künstlerische Schaffen war ein wichtiger Punkt der Arbeit.



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Die Filmgruppe konzipierte und drehte drei Filme – einen Dokumentarfilm, in dem sie sich mit dem Thema Wahrnehmung der Kunst im öffentlichen Raum am Beispiel der Käthe Kollwitz auseinandersetzten, einen kurzen Film in dem die Skulpturen über den Sinn und das Ziel der Kunst erzählen, sowie einen kurzen Spielfilm zum Einfluss der Kunst auf die Fantasie.



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Die Resultate der Projektarbeit werden demnächst in dem Gustav Seitz Museum zu sehen sein.


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Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für großartige Arbeit, die sie geleistet haben und bei den Förderern für das Ermöglichen!


Ewelina Wanke




Das Projekt wurde gefördert vom Kleinprojektefonds INTERREG VA Brandenburg –Polen 2014-2020 der Euroregion Viadrina und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW).